7 Tipps für einen gesunden Darm

Wie wichtig ein gesunder Darm für unser Wohlbefinden ist, merkt man meist erst, wenn er Probleme macht. Wenn die Verdauung einmal durcheinander gekommen ist, stellen sich schnell Unwohlsein und Schmerzen ein und die schlechte Laune lässt auch nicht lange auf sich warten. Damit alles seinen geregelten Gang geht, sollte man seine Darmgesundheit also nicht vernachlässigen. Hier finden Sie ein paar Tipps für einen gesunden Darm, die Sie einfach in Ihren Alltag integrieren können.

 

Themen im Überblick

  • Symptome und Ursachen für mangelnde Darmgesundheit
  • 7 Tipps für mehr Darmgesundheit
  • Fastenkuren zur Darmreinigung und ihre Wirkung auf die Darmgesundheit

 

Wenn der Darm Probleme macht:
Symptome und Ursachen für mangelnde Darmgesundheit

Dass es dem Darm nicht gut geht, merkt man vor allem an drei Symptomen:

Durchfall

Bei Durchfall kommt es zu einer Verflüssigung des Stuhles, der dringend und häufig entleert werden muss. Unangenehme Begleiterscheinungen sind Krämpfe, Blähungen und Unwohlsein. Bei länger anhaltendem Durchfall kommt es zu einem Flüssigkeits- und Nährstoffmangel im Körper.

Verstopfung

Die Verstopfung wird oft als das genaue Gegenteil von Durchfall angesehen. Hier ist der Stuhl häufig zu fest und trocken, um einfach ausgeschieden zu werden. Die Folgen sind seltener und oft unvollständiger Stuhlgang. Unangenehme Begleiterscheinungen können Druckschmerzen, Hämorrhoiden und ein schmerzhaft aufgeblähter Bauch sein.
Hier erfahren Sie, was der Unterschied zwischen einer akuten und chronischen Verstopfung ist.

Blähungen

Bei Blähungen entstehen übermäßig viele Verdauungsgase. Dies äußert sich durch Völlegefühl, einen aufgeblähten Bauch und starkes Rumoren. Wenn sich die Luft im Darm “verklemmt”, kann es zu stechenden Schmerzen kommen. Und natürlich bleibt auch das geruchsintensive Freisetzen der Darmwinde nicht aus.

Die Darmbeschwerden können in akuten Fällen ganz unterschiedliche Ursachen haben, die zum Teil harmlos sind und rasch wieder verschwinden. Falls sie länger anhalten, können sie aber häufig auf eine der folgenden Ursachen zurückgeführt werden:

Störungen der gesunden Darmflora

Die Darmflora ist ein empfindliches Gemisch aus Mikroorganismen, die unseren Dickdarm besiedeln. Zusammen mit dem Darm selbst, ist die Darmflora für eine geregelte Verdauung verantwortlich. Durch eine ungünstige Ernährung oder bestimmte Medikamente kann sie leicht aus dem Gleichgewicht geraten und ihrer Aufgabe nicht mehr richtig nachkommen.
Wie funktioniert die Darmflora genau? Jetzt lesen!

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und –allergien

Verdauungsprobleme können mitunter auch auf unerkannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien zurückzuführen sein. In Frage kommen hier beispielsweise eine Glutenunverträglichkeit, oder die Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose) oder Fruchtzucker (Fructose). Bleiben diese Unverträglichkeiten unerkannt, sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall häufige Folgen. Darum sollte eine Unverträglichkeit unbedingt frühzeitig diagnostiziert werden. Ein vorbeugender Verzicht auf gluten- oder laktosehaltige Lebensmittel ist ohne medizinische Indikation jedoch nicht empfehlenswert.

Reizdarmsyndrom

Beim Reizdarmsyndrom kommt es zu Verdauungsstörungen, ganz ohne dass sich eine eindeutige körperliche Ursache dafür finden lässt. So lässt sich der Reizdarm oft nur im Ausschlussverfahren diagnostizieren, wenn alle anderen möglichen Ursachen für die Verdauungsbeschwerden nicht in Frage kommen. Ein Reizdarm bringt alle Unannehmlichkeiten einer gestörten Verdauung mit sich, ist aber per se nicht gefährlich oder gar lebensbedrohlich.

 

7 Tipps für mehr Darmgesundheit

Mit den folgenden Tipps können Sie Ihrem Darm ganz einfach etwas Gutes tun und so Darmbeschwerden wie einer Verstopfung vorbeugen:

  • Ernähren Sie sich ausgewogen: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten viele Ballaststoffe, die die Verdauung und die Vermehrung nützlicher Darmbakterien fördern.

  • Essen Sie regelmäßig und nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür.

  • Genießen Sie jeden Bissen und kauen Sie bewusst.

  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von ca. 2 Litern täglich.

  • Bei Stuhldrang sollten Sie den Gang zur Toilette nicht verschieben.

  • Regelmäßige körperliche Bewegung bringt den Darm in Schwung.

  • Stress kann auch auf den Darm schlagen: Sorgen sie durch Entspannung und Schlaf für einen Ausgleich.

Darum sind probiotische Lebensmittel so gesund

Fermentierte Lebensmittel wie normaler Joghurt, Buttermilch, Kefir und Sauerkraut werden als Probiotika bezeichnet. Der Begriff setzt sich zusammen aus der lateinischen Vorsilbe pro, „für“ und dem griechischen bios, „Leben“. Probiotische Lebensmittel enthalten nützliche Mikroorganismen, die sich im Darm ansiedeln und dort das gesunde Gleichgewicht der Darmflora stabilisieren. Um ihre Wirkung zu erzielen, sollten Probiotika häufig – wenn möglich täglich – verzehrt werden. Denn natürlich müssen die Bakterien und Hefepilze in ausreichender Menge die Passage durch Magen und Dünndarm überstehen, um sich schließlich im Dickdarm niederlassen zu können. Übrigens: Antibiotika töten Mikroorganismen und Bakterien ab – wenn sie unsere Darmbakterien erwischt, schlägt uns eine Antibiotika-Therapie auf die Verdauung.

Warum wir Ballaststoffe für die Verdauung brauchen

Zugegeben, „Ballast“ klingt erst einmal nach etwas, was man abwerfen will, um sich leichter und freier zu fühlen, wie ein Heißluftballon, der in die Lüfte steigen möchte. Dennoch brauchen wir sie in einigen Mengen, damit die Verdauung richtig funktioniert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von mindestens 30 g täglich. Bei Ballaststoffen handelt es sich um die unverdaulichen Bestandteile von Nahrungsmitteln. Das ist beispielsweise Cellulose, der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände oder Pektin, das sich beispielsweise in der Schale von Äpfeln und anderem Obst findet. Übrigens: Ballaststoffe werden auch Präbiotika genannt, weil sie nützlichen Bakterienstämmen unserer Darmflora als „Futter“ dienen, und so ihre Vermehrung unterstützen. Die Ballaststoffe werden außerdem dafür gebraucht, im Dickdarm einen gut ausscheidbaren Stuhl zu formen.

 

Fastenkuren zur Darmreinigung und ihre Wirkung auf die Darmgesundheit

Viele Menschen schwören auf die positive Wirkung einer ein- bis zweiwöchigen Fastenkur. Die Idee beim Heilfasten ist es unter anderem, den Darm zu entlasten und zu reinigen. Viele Menschen empfinden solche Fastenkuren als positiv für Körper und Geist. Eine Gewichtsabnahme steht beim Heilfasten nicht im Vordergrund, eine Fastenkur kann jedoch als Einstieg in eine gesündere, ausgewogenere Ernährungsweise dienen.

Der Darm wird bei einer Fastenkur dadurch entlastet, dass vorübergehend keine oder nur wenig Nahrung zugeführt wird. Die Reinigung erfolgt durch Einläufe und/oder schonende Abführmittel wie zum Beispiel Bittersalz. Diese werden zu Beginn und an jedem 2. Tag während der Fastenkur angewendet. Denn auch wenn während des Fastens keine Nahrung zugeführt wird, sammeln sich im Darm abgestorbene Darmbakterien, Zellen der Darmschleimhaut und Gallensäuren an, die entfernt werden sollten. Da die Darmbewegungen aufgrund der geringen Nahrungszufuhr während des Fastens aber nachlassen, muss die Ausscheidung angeregt werden.

Um den Darm langsam an die Umstellung zu gewöhnen, sollte eine Fastenkur über ein bis zwei Tage mit angemessener Schonkost ein- und ausgeleitet werden. Eine bewährte Art des Fastens sind übrigens die F.X. Mayr Fastenkuren, über die Sie hier etwas mehr erfahren: F.X. Mayr Kuren.

Pflichttext
F.X. Passage® SL; Wirkstoff: Magnesiumsulfat. Anwendungsgebiete: Akute und chronische Verstopfung.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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